Mit der Digital-Kampagne „Zedaka“ beteiligt sich die ZWST am Festjahr 2021 „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Als einzige jüdische Dachorganisation, die in ihrer Struktur nach der Shoah wieder ins Leben gerufen wurde, möchte sie besondere Facetten jüdischer Lebenswelten im Rahmen dieses Jubiläums sichtbar machen.

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) vertritt als Dachorganisation die jüdischen Gemeinden und Landesverbände auf dem Gebiet der jüdischen Sozialarbeit. Sie sieht ihr Hauptanliegen in der Pflicht zur Hilfe im Sinne ausgleichender sozialer Gerechtigkeit. Die ZWST ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW).

Die Pflicht zur Hilfe im Sinne ausgleichender sozialer Gerechtigkeit, basiert auf dem Leitbild der ZWST, „Zedaka“ (hebr.), dem jüdischen Verständnis von Wohltätigkeit. Die jüdische Ethik beschreibt acht Stufen der Wohltätigkeit. Die höchste Stufe ist die Befähigung Einzelner zur Selbsthilfe und die Unabhängigkeit von fremder Hilfe. Die ZWST orientiert ihr Handeln für die jüdische Gemeinschaft an diesem Leitbild und versteht es gleichzeitig als gesamtgesellschaftlichen Auftrag. Es ist das Ziel der ZWST, ihr Leitbild "Zedaka", gültig seit Gründung des Dachverbandes im Jahr 1917, aktuellen Veränderungen laufend anzupassen.

Mit der Kampagne sollen die Brüche und Kontinuitäten jüdischer Wohlfahrtspflege und ihre tragende Rolle für die Entwicklung der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland aufgezeigt sowie die Besonderheit des jüdischen Verständnisses für Fürsorge und gesellschaftlichen Zusammenhalt vermittelt werden.

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Die Rolle der Zedaka

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Die Bedeutung von aktivierender statt reaktiver Sozialer Arbeit

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Einfluss

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Die Shoah als Bruch

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Der Wiederaufbau nach 1945

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